Mein Alltag in Canada

Allgemein

Hii,

der April ist so schnell vorbei gegangen und ich kann es garnicht glauben, dass ich jetzt nur noch zwei weitere Monate hier sein werde.
In diesem Monat war super viel los, weil das Wetter endlich besser und wärmer wurde.

Ich mache im Moment fast täglich etwas mit Freunden nach der Schule. Wir gehen zum Strand, holen uns Kaffee (den ich seitdem ich hier bin auch lieben gelernt habe haha) und genießen einfach unser Leben hier. Jetzt wenn es wärmer ist holen wir uns auch gerne Eis und essen das dann auch am Strand. Ich liebe den See und die Strände hier. Es fühlt sich einfach immer so an, als wäre man im Urlaub und nicht wirklich, als würden wir hier wirklich leben.
Diesen Monat haben wir zusammen mit allen internationals ein Hockey spiel geguckt (die kelowna rockets gegen die vancouver giants) was auch richtig cool war und Spaß gemacht hat zugucken. Im Hockey passier einfach so schnell so viel, sodass man selbst wenn man die ganze Zeit aufpasst zwischenzeitlich den Puck komplett aus den Augen verliert. Generell sieht es auch recht brutal aus denn die Spieler fliegen oft während dem Spiel gegen die Bande, aber spielen sofort weiter. Am Ende des Spiels gab es auch einen kleinen Kampf in dem sich alle Hockeyspieler auf einander geschmissen haben. So ein Kampf soll wohl sehr typisch gerade zu den Enden von Hockeyspielen sein, was um ehrlich zu sein schon ganz cool ist vor allem wenn aktiv so viel passiert und es einfach ein sehr schnelles Spiel ist.

Einen Abend bin ich mit drei Freundinnen etwas schicker essen gegangen. Dieses Restaurant heißt Cactus Club was hier eine recht große Kette ist und das Essen dort ist so gut, aber leider auch ein bisschen teurer. Es ist dort auch nicht richtig schick aber wir haben uns einfach den Spaß gemacht alle etwas schicker anzuziehen, was so Spaß gemacht hat. Weil wir meinen Geburtstag dort auch nachgefeiert haben, hatten wir sogar ein Dessert umsonst bekommen und wie schon gesagt das Essen war so gut!! Danach sind wir alle zusammen noch ein bisschen in downtown spazieren gegangen und haben die Abendfrische genossen.

Ein Wochenende war ich alleine mit meiner älteren Gastschwester, weil meine andere Gastschwester mit meinen Gasteltern in Vancouver für Volleyball provincials war. Samstag morgen sind wir dann spontan auf einen kleinen Markt gegangen der super süß war mit richtig vielem gutem Essen und Kaffee (und ja ich gebe leider sehr viel Geld für Essen und Getränke aus haha). Dort hatten wir dann noch ein Geschenk für Muttertag gekauft bei einem Stand die etwas ähnliches wie gebrannte Mandeln verkauft haben und der Verkäufer hatte ungefähr unser alter und meine Gastschwester meinte dann danach zu mir, dass wenn sein Vater nicht daneben gestanden hätte, sie ihn nach seinem snap gefragt hätte.

Generell machen wir auch viel mehr mit outdoor education jetzt wo das Wetter schöner wird. Diesen Monat sind wir auf eine richtig schöne Wanderung gegangen, bei der wir an einem Berg vorbeikamen, der so aussah als wären dort viele einzelne Steine zusammengesetzt worden, aber ich kann es nicht wirklich erklären haha. Wir waren dann noch an einer Steinhöhle und auf einem Aussichtspunkt und Kanada ist einfach so schön!

Ich liebe mein neues Leben hier und generell einfach alles!

See you soon, Mara

Februar & März

Allgemein

HEY,

Die letzten Monate waren so schön! Es wird langsam wärmer und die Tage werden länger. Endlich kann man wieder mehr draußen machen, Abends länger draußen unterwegs sein und die Zeit hier gefühlt noch mehr genießen.

Anfang Februar war ich erstmal mit ein paar Freunden raus und was essen, weil wir alle so glücklich waren, dass wir Corona und die Quarantäne hinter uns haben, die wir alle gleichzeitig hatten. Generell hat es sich in diesem Monat so angefühlt, als würden wir noch mal neu ankommen, weil relativ viele neue internationals zum Wechsel des Semesters kamen und wir ja auch neue Kurse bekamen. Es ist richtig cool jetzt neue Fächer mit neuen Leuten zu haben und generell, dass wirklich so viele Leute aus so vielen verschiedenen Ländern hier sind finde ich irgendwie beeindruckend. Ich habe auch viele neue Leute kennengelernt und lustiger Weise habe ich eine neue deutsche kennengelernt, die nur fünfundvierzig Minuten in Deutschland von mir weg wohnt. Da ist man am anderen Ende der Welt und trifft doch Leute die einem näher sind, als man denkt. Sonst ist im Februar nicht so viel spannendes passiert. Es war immer noch super kalt, wir haben mehr hier den Alltag genossen und endlich mehrere hikes mit outdoor education gemacht, die viel Spaß gemacht haben. Ich habe das Gefühl, dass man so viele Sachen mehr genießt, weil man sie in Deutschland nicht machen kann und es einfach was ganz besonderes ist. Ich kann wirklich nicht oft genug sagen, wie froh und vor allem dankbar ich bin hier zu sein und mir eine zweite Heimat aufgebaut zu haben!

Anfang März war ich leider wieder ausgeknocked, weil ich leider wieder krank war und auch eine Kleien op haben musste. Das war zwar nicht cool, aber es hat mir auch gezeigt wie selbstständig ich hier schon geworden bin und wie sehr sich mein englisch verbessert hat, denn ich habe tatsächlich alles verstanden was der Arzt zu mir gesagt hatte. Meine Gastfamilie war auch sehr unterstützend und solche Ereignisse, die zwar nicht schön sind, schweißen doch mehr zusammen, als man denkt. Von der OP an sich hatte ich auch nicht mitbekommen, weil ich eine Narkose hatte, aber ich kann mich noch dran erinnern, wie der Arzt reinkam, der mich in die Narkose gelegt hatte und gesagt hatte „Guten Tag, wie geht es dir?“ (also auf deutsch), was ich sehr sympathisch fand, denn ich hatte den vorher ja noch nie gesehen, aber trotzdem wusste er alles über mich. Da habe ich mich direkt viel aufgehobener gefühlt und generell waren alle Ärzte sehr sehr nett! Der Anästhesist meinte dann auch zu mir ob ich denn schonmal Glühwein getrunken habe und, dass ich mich gleich so fühlen würde, als hätte ich ein paar zu viel gehabt. Nach der Narkose weiß ich nur noch, dass ich sehr viele peinliche Sachen gesagt habe wie zum Beispiel „The Doctor is so nice, I think he’s gay.“ oder, dass die Rollstühle dort sehr anderes aussehen, als in Deutschland (was sie auch taten, also die waren wirklich sehr komisch) und ich erinnere mich noch, dass ich mich die ganze Zeit bei meiner Gastmutter entschuldigt habe, dass ich ihren Samstag ruiniert habe und, dass sie die beste Gastmutter der Welt sei (was sie auch ist!). Also mein Verhalten nach der Narkose war schon sehr lustig, aber auch sehr peinlich! Ich hab die ganze Zeit total gelallt und vor mich hin gekichert, so als wäre ich total high und betrunken. Aber auch wenn es nicht toll war ins Krankenhaus gehen zu müssen und schmerzen zu haben, immerhin tritt man dadurch noch ein Schritt mehr aus seiner Komfortzone raus und hat danach coole Geschichten zu erzählen. Und sowas muss euch nicht passieren, wenn ihr ins Ausland geht, aber selbst wenn, wenn ich das geschafft habe, dann schafft das wirklich jeder!
Leider konnte ich dadurch zwei Wochen nicht in die Schule gehen, weil meine Wunde sehr lange gebraucht hat zu heilen, was ein bisschen verschwendete Zeit war, aber daran kann man leider nichts machen. Danach war spring break deshalb war ich basically vier Wochen nicht in der Schule. Aber ich konnte die Ferien zum Glück sehr genießen.
Ich war mit meiner Gastfamilie für fünf Tage auf big white (einem sehr nahen Skiberg) und es war so schön dort! Mitte März hatte zwar eigentlich schon der Frühling hier begonnen, aber das war wie so ein schöner Abschluss des kanadischen Winter.

In der zweiten Woche der spring break habe ich mich mit sehr vielen Freunden getroffen, weil ich so glücklich war wieder etwas unternehmen zu können und das Wetter so schön war. Ich bin generell seitdem ich hier in Kanada bin viel spontaner geworden und manchmal bin ich Abend auch einfach mit meinen Gastschwester mit dem Auto etwas rumgefahren oder einmal sind wir noch in einen thrift store gefahren und haben uns danach tim bits bei tim hortons geholt die wir dann im Auto gegessen haben und dazu laute Musik gehört haben.

Für mich persönlich sind einfach diese kleinen Momente so etwas besonderes, die ich sehr zu schätzen weiß und glaube ich nie vergessen werde!

Ich bin schon so gespannt auf den Sommer und kann es gar nicht glauben, dass ich nur noch drei Monate hier sein werde.

BYE, SEE YOU NEXT MONTH

Covid in Canada

Allgemein

Hii,

jetzt ist schon die Hälfte meines Auslandjahres rum und es fühlt sich einerseits so an, als wäre ich schon immer hier und zum anderen, als wäre ich vor ein paar Wochen erst angekommen.

Dieser Bericht wird leider nicht sonderlich lang denn ich habe mich mitten im Januar mit Corona angesteckt (meine gesamte Freundesgruppe hatte es und gefühlt bekommt es hier im Moment so ziemlich jeder).
Aber trotzdem schreibe ich jetzt erstmal etwas von meinem Januar, was erzählenswert ist.

Anfang Januar hatten wir noch Ferien in denen ich viel mit Freunden und meiner Gastfamilie gemacht habe. Wir waren in der mall, haben lange Winterspaziergänge gemacht und die Ferien genossen.


Leider war ich dann nach den Ferien nur eine Woche in der Schule, bis ich dann für zwei Wochen zu Hause bleiben musste, weil ich mich mit Corona infiziert hatte. In dieser einen Woche in der Schule hatte ich dann zum letzen Mal meine alten Fächer und irgendwie war es ein bisschen traurig danach diese Fächer nie wieder zu haben (auch wenn ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste dass ich sie jetzt zum letzten mal hatte). Man hat zum ersten Mal so richtig gemerkt, dass die Zeit hier begrenzt ist und wir das was wir gerade hier haben und erleben dürfen nie wieder haben werden und es einmalig und einfach ein Riesen Geschenk ist hier sein zu sein.
Anyways, es ist auf jeden Fall auch sehr cool jetzt neue Kurse zu haben und neue Leute kennenzulernen, sowohl neue Kanadier, als auch neue internationale, die ende Januar gekommen sind.
Als ich Corona bekommen habe hatte ich erst richtig Angst, dass ich meine Gastfamilie angesteckt haben könnte, aber das war zum Glück nicht der Fall, weil ich sofort in Isolation war. Am Anfang hatte ich mich nur gleich krank gefühlt und dachte ich hätte nur eine Erkältung mit starkem Schwindel und Kopfschmerzen, aber als ich dann von vielen Freunden gehört habe, dass sie positiv sind war mir eigentlich klar, dass ich es auch habe.
Ich war 10 Tage in Quarantäne in meinem Zimmer, durfte nicht raus, es sei denn ich muss in Bad, und meine Gastmutter hat mir immer Essen vor meine Türe gebracht. Am Anfang war es mir so unangenehm meiner Gastmutter zu schreiben, dass ich Hunger habe oder ob sie mir etwas zu essen bringen kann, weil ich mich gefühlt habe, als würde ich zu faul sein mir mein Essen selber zu machen, was natürlich nicht der Fall war haha ich durfte halt einfach nicht raus und konnte auch garnicht. Ich hatte dann nach ein paar Tage wirklich starke Symptome, von Müdigkeit, husten und Schnupfen, zu Fieber und Schüttelfrost. Aber das ging ja auch alles nach ein einhalb Wochen weg, also ich möchte jetzt niemandem Angst machen, dass ihr Corona in eurem Auslandsjahr bekommt. Klar gehen dann zwei Wochen verloren und das ist super ärgerlich und generell ist es blöd krank zu sein, aber auch das übersteht man und man hat danach eine weitere Geschichte die man Leuten erzählen kann.
Also macht euch keine Sorgen im Ausland krank zu werden. Ja es ist blöd und natürlich vermisst man dann sein Zuhause und seine Familie mehr, aber auch hier hat man super Unterstützung und es geht auch vorüber. Ich bin jetzt auch seit zwei Wochen wieder in der Schule, genieße die neuen Fächer und freu mich auf alles was noch kommt, denn das Abenteuer ist noch lange nicht vorbei!

Auch während ich in Quarantäne war hatte ich ja viel Zeit (in der ich hauptsächlich halb Netflix durchgeguckt habe haha), nachzudenken. Ich habe viel darüber nachgedacht wieder Zuhause zu sein bzw. Kanada irgendwann wieder verlassen zu müssen und da ist mir zum ersten Mal so richtig aufgefallen, dass ich garnicht mehr weg will. Ich fühle mich mittlerweile hier einfach so Zuhause und würde am liebsten für immer hier bleiben. Ich habe auch viel darüber nachgedacht, dass mein Auslandsjahr bis jetzt etwas anders ist, als ich erwartet habe. Auf gar keinen Fall schlechter, aber ich hatte irgendwie gedacht, dass ich jeden Tag etwas total krasses erleben werde, obwohl eigentlich das wirklich besondere ist, dass man halt einfach hier in einem komplett anderen Land ist und den Alltag hier kennenlernen darf. Und sobald ich wirklich so richtig im Alltag drin war (nachdem man am Anfang eine krasse Sache nach der andere erlebt hat, was ich immer noch mache, aber nunmal nicht mehr jeden Tag), habe ich angefangen mich hier richtig Zuhause zu fühlen. Und eigentlich ist ja auch genau das das besondere daran in einem anderen Land für so eine lange Zeit zu sein, dass man sich hier einfach ein neues Leben aufbaut, das ich nicht mehr missen will.

Bleibt gesund!
See you soon,
Mara

Weihnachten mal anders :)

Allgemein

Hey,

Jetzt ist schon 2022 und der Dezember war bis jetzt einer der besten Monate, die ich hier hatte.

Wir hatten uns alle so sehr auf den Dezember und die Vorweihnachtszeit gefreut, dass wir direkt mit ein paar Freunden Plätzchen gebacken haben und dabei Weihnachtsmusik gehört haben. Unsere Gastfamilien hatten sich über die deutschen Plätzchen auch sehr gefreut, also wenn ihr im Ausland seid freut sich eure Gastfamilie sicher, wenn ihr natürlich an ihrer Kultur so viel Teilnehmt wie es nur geht ihnen aber auch von eurer Kultur und Traditionen zeigt.
In der ersten Woche sind wir dann auch relativ weit hoch gefahren in einen Wald in dem wir unseren Tannenbaum selbst gefällt haben. Meine Gastfamilie macht das jedes Jahr mit ihren Freunden und dieses Jahr durfte ich mit einer Freundin auch dabei sein. Dort wo wir den Baum gefällt haben war es so schön und es sah genau so aus wie in den ganzen Winterfilmen. Es hat auch recht lange gedauert bis wir einen guten Baum gefunden haben und, weil uns (vor allem uns internationals, weil wir die Kälte ja nicht wirklich gewöhnt sind) so kalt war hatten wir dann noch ein Lagerfeuer gemacht und darauf Marshmallows gegrillt.

In diesem Monat wurde es auch wieder erlaubt, als nicht Angehörige, die Spiele der Schulmannschaften zu gucken. Ich bin dann sofort mit Freunden von mir zum nächsten Basketballspiel gegangen und es war so cool es ich anzugucken. Auch der von Kanada bekannte ‚school spirit‘ war dort stark zu spüren. Alle haben die eigene Schule angefeuert und ich habe dort auch viele Leute gesehen die ich kenne. Ich finde einfach so toll, dass die Sportart hier so unterstützt und auch gefördert werden, im Vergleich zu den Schulen in Deutschland.


Nach dem Spiel wollten wir noch skaten gehen, aber leider hatten wir vorher nicht nachgeguckt ob an dem Tag auch wirklich öffentliches Eislaufen ist und natürlich war dem nicht so. Wir hatten und dann aber einfach etwas zu Essen geholt und uns ein Hockey spiel angeguckt. Der gesamte vibe dort war so krass, weil vor allem die eigenen Spieler, die gerade nicht gespielt haben sich gegenseitig so unterstützt und angefeuert haben, dass es umso mehr Spaß gemacht hat zuzugucken. Hockey generell ist so faszinierend. Es fliegen so oft Spieler gegen die Bande oder kriegen einen Schläger ins Gesicht, aber sie machen einfach weiter als wäre nicht passiert und werden sogar von der eigenen Mannschaft ausgebuht wenn sie eine zu große Show um nichts machen (wie zum Beispiel im Fußball haha).


In der Woche danach sind wir dann wirklich Eislaufen gegangen und es ist so krass wie viele kleine Kinder dort sind, die es gerade lernen und dass Hockey hier so ein bisschen ist wie bei uns das Fahrradfahren zu lernen.

Ich könnte jetzt noch richtig ausschweifen, aber damit das hier jetzt nicht zu lange wird komme ich mal zu Weihnachten, was hier wirklich anders ist als in Deutschland.
Der 24. war recht hektisch bzw. stressig für meine Gasteltern, weil sie alles für den 25. vorbereitet haben, an dem hier in Kanada Weihnachten erst so richtig gefeiert wird. Ich und meine Gastschwestern haben natürlich auch geholfen, aber ich glaube wir haben meine Gasteltern eher etwas gestört oder standen ihnen im Weg, dass sie meinten wir sollen etwas anderen machen. Dann hatte ich mit meinen Gastschwestern einen Film geguckt („Don’t Look up“, weil er an dem Tag rausgekommen ist und dort gefühlt jeder bekannte Schauspieler mitspielt, aber auch richtig gut ist). Obwohl Heiligabend hier ja nicht so groß gefeiert wird waren wir dann Abends noch bei der Nichte meiner Gastmutter, wo ihre ganze Familie dann auch war. Zum Glück kannte ich alle schon von Thanksgiving, denn wenn man als „neue“ in eine Familie reinkommt in der sich logischerweise alle schon kennen, weiß ich am Anfang nie so richtig wohin mit mir haha. Aber hier sind alle so nett und nehmen einen sofort als Familienmitglied auf, sodass man sich eigentlich gar nicht unwohl fühlen kann.
Dort haben wir dann zu Abend gegessen und danach noch gewichtelt (ich habe einen Kinogutschein und Snacks bekommen) und andere Spiele gespielt und es war einfach ein richtig schöner und entspannter Abend!
Am Weihnachtsmorgen sind haben wir dann ganz entspannt zusammen gefrühstückt und danach haben wir uns gegenseitig unsere Geschenke gegeben. Ja es ist wirklich komisch, dass hier erst am 25. die Geschenke ausgepackt werden, aber hier ist das total normal und war auch echt schön. Mittags und am früheren Nachmittag haben wir dann alles für das Abendessen vorbereitet zu dem eine sehr eng befreundete Familie meiner Gastfamilie kam, mit ihren Großeltern. Wir hatten dann lange zusammen zu Abend gegessen (und das essen war soo gut, aber echt ähnlich zu Thanksgiving also es gab auch einen Truthahn, was ich vorher immer dacht würde man nur an Thanksgiving essen), viel geredet und uns auch über die letzten Weihnachten unterhalten. Als wir dann nach mehreren Stunden mit dem Essen fertig war, haben wir wieder gewichtelt (wobei ich einen GAP Sweater ergattert habe) und sonst nur weiter erzählt. Irgendwann sind die anderen dann nach Hause gefahren und ich hatte mit meinen Gastschwestern noch den Film, den wir am Tag davor angefangen haben, zu Ende geguckt.
Der 26. wird hier komischerweise auch nicht wirklich gefeiert und an dem Tag hatte jeder so ein bisschen sein eigenes Ding gemacht, was aber um ehrlich zu sein nach so vielen Mensch die man über einen so kurzen Zeitraum gesehen hat auch sehr entspannt war.

Kurz nach Weihnachten war ja dann auch schon Silvester und auch dieses habe ich sehr entspannt mit ein paar Freunden verbracht. Erst sind wir zusammen etwas essen gegangen und zwar in ein richtig gutes italienisches Restaurant wo es richtig gute italienische Pizza gab mit dünnem Boden und fluffigem Rand, was so gut getan hat nach der ganzen amerikanischen Pizza, die hier eher die normale ist. Als wir dann fertig gegessen hatten und wieder nach Hause fahren wollten, haben wir erstmal ewig auf den Bus gewartet, bis uns dann aufgefallen ist, dass dieser gecancelt wurde. Uns war so kalt, weil es glaube ich am Abend so um die -17 Grad waren und wir alle halb erfroren sind. Zum Glück konnte uns dann die Gastmutter einer Freundin abholen und hatte uns nach Hause gefahren. Eine Freundin von mir hatte noch spontan bei mir geschlafen (sie wohnt nur ein paar Straßen von mir entfernt) und mit ihr haben ich dann ein bisschen ins neue Jahr „reingefeiert“.

An sich waren alle Feste so schön und es ist irgendwie auch traurig, dass die Feste über die wir am Anfang immer geredet hatten und spekulierten wie diese wohl für uns in diesem Jahr aussehen würden vorbei sind. Und wie verrückt ist es bitte, dass jetzt schon Januar ist und leider auch schon die ersten in ein paar Wochen zurück nach Hause fliegen. Ich habe letztens erst mit einer Freundin gesagt, dass man jetzt nicht einfach nur noch in einem anderen Land ist und eine tolle Erfahrung sammelt sondern, dass wir mittlerweile wirklich eine zweite Heimat haben und es sogar etwas wehtut wenn man sich vorstellt, dass bald die Hälfte vorbei ist und wir dann wieder zurück müssen und wir diese Zeit so wie wir sie gerade haben, nie wieder erleben werden. Aber deshalb sollte man es hier nur umso mehr genießen und ich freue mich auf alles weitere was kommt.

SEE U !!

Stromausfall und erster Schnee in Kanada

Allgemein

Hello ,

jetzt ist es wieder so weit, ich schreibe meinen 3. Bericht und mein dritter Monat ist schon rum. Es ist so verrückt wie schnell die Zeit rumgeht.
Diesen Monat war wieder viel los, aber vor allem Gefühlstechnisch ein reines auf und ab.

Am 11. November war remembrance Day, an dem an die Leute Gedenkt wird die in Kriegen oder generell sich für Kanada geopfert haben. Wir hatten an diesem Tag keine Schule, aber dafür war am Tag davor viel los und wir hatten uns ein einstündiges Video über diesen Tag angeschaut (als Video wegen Corona, normalerweise wäre eine Art Zeremonie im gym) und jeder hat eine rote Blume bekommen und sie über den Tag getragen. Die Blume ist das symbol dieses Tages, weil sie damals einfach so aus dem nichts gewachsen ist.

Vorletzte Woche gab es hier in British Colombia (und auch in Kelowna) einen extremen Sturm. Wir hatten gerade Schulschluss und es fing plötzlich in strömen an zu regnen. Alle sind dann einfach nur schnell in den Schulbus gerannt und haben gewartet, dass wir losfahren können. Allgemein ist bei der Ausfahret der Schule immer ein Chaos, weil so viele Schüler (12. Klasse) mit dem Auto zur Schule fahren, aber so stark wie es da war, ist es sonnst nicht. Es war super neblig und es hat so doll geregnet und der ganze Bus hat gewackelt. Als ich zu Hause ankam war es so kalt denn wir hatten kein Strom. Erst dachte ich, dass es bestimmt nur so zwei Stunden, wenn überhaupt, sein wird aber Spoiler alert wir hatten Stromausfall bis 5 Uhr morgens am nächsten Tag.
Dadurch, dass es ja jetzt auch so schnell dunkel wird hatten wir alle Kerzen ausgekramt und Lampen, die meine Gastfamilie vom campen haben. Eigentlich war es dann echt gar nicht so dunkel, aber wir haben so gefroren und uns dann alle in Decken eingekuschelt. Und es ist einfach so krass, wie abhängig man vom Strom ist und, dass einem das erst in solchen Situationen so richtig bewusst wird. Gott sei Dank hat meine Gastfamilie einen Gastherd weshalb wir kein Problem hatten etwas warmes Abends zu essen. Dann kam auch noch die Nachbarin rüber und wir hatten ein warmes Dinner im Kerzenschein.
Weil wir nach dem essen nicht so richtig wussten was wir machen sollen, weil wir weder Internet noch Licht zum lesen oder für irgendwelche Spiele hatten, haben meine Gastschwestern und ich im dunkeln Musik angemacht (die wir runtergeladen hatten) und getanzt. Das war mit Abstand einer der lustigsten Abenden die ich bis jetzt hier hatte. Wir hatten dann auch schon Pläne geschmiedet wie wir am nächsten Tag in ein Coffee shop gehen und dort lernen, aber leider ging am nächsten Tag der Strom wieder und die Schule fand statt.

An einem Wochenende war ich wieder mit einer Freundin in Downtown und es ist jetzt in der Vorweihnachtszeit so unglaublich schön dort mit den vielen Lichtern und dann vor allem im dunkeln. Dort waren wir auch in einem Buchladen, der etwas älter eingeräumt ist und in dem es so schöne Bücher gibt, in dem wir beide und auch unser erstes englisches Buch aus Kanada gekauft haben.

                          

In den letzten Wochen hat es auch manchmal schon geschneit und es ist so schön hier und es sieht einfach aus wie auf Bilder und es fühlt sich auch immer noch so an, als würde ich das alles träumen.

Ich freue mich schon so sehr auf den Dezember und auf Weihnachten in Kanada!!

Bye bye,
Mara!!

Thanksgiving & Co.

Allgemein

HEY!

Jetzt neigt sich schon der zweite Monat hier in Kanada dem Ende zu und es ist total verrückt schon so lange hier zu sein. Auf der einen Seite fühlt es sich so an, als wäre ich schon immer hier und auf der anderen Seite fliegt die Zeit.
Im Oktober war wirklich einiges los! Von thanksgiving über Camping am Strand bis hin zum Terry Fox run. Aber ich beginne mal mit dem wohl größten Ereignis in Kanada und Amerika, thanksgiving.
Ich war sehr aufgeregt auf thanksgiving, weil dies einfach eins der großen Ereignisse ist die es bei uns nicht gibt und von denen wir in Deutschland auch so gut wie nichts mitbekommen. Wie immer war meine Aufregung und vor allem ein bisschen Nervosität komplett überflüssig. Alle Leute hier sind einfach so nett und nun nach fast zwei Monaten werde ich auch nichtmehr wie eine Fremde, sondern schon eher wie ein Familienmitglied behandelt. Aber jetzt komme ich auch mal zum richtigen Feiertag. Am Samstag (09.10.21) kam abends die Nichte meiner Gastmutter mit ihrem Freund zum essen und die beiden sind so nett. Ich wurde direkt wie eine Freundin behandelt und es gab überhaupt gar keine unangenehme Stimmung oder Atmosphäre. Wir haben dann nach einem kleinen appetiser schon um sechs Uhr zu Abend gegessen (kurzer fun fact hier essen alle so früh zu Abend und wenn man mal um sieben Uhr ist entschuldigen sich immer alle, dass es so spät geworden ist). Es gabt wie ich es erwartet habe super viel mit Kürbis, aber es war alles mega lecker. Später am Abend hatten wir dann noch einen Spaziergang gemacht und es war so kalt denn dieses Wochenende war das erste richtig kalte Wochenende. Als wir zurück waren hatten wir Pumpkin Pie gegessen, der hier an thanksgiving sowas wie bei uns Lebkuchen and Weihnachten ist, und überraschenderweise hat der auch mega gut geschmeckt, nur die Konsistenz ist etwas fragwürdig. Bis ungefähr 23 Uhr haben wir noch spiele gespielt und uns unterhalten und danach im Bett ist mir zum ersten mal so richtig bewusst geworden, dass ich wirklich in Kanada bin.
Am Sonntag sind wir zu der Schwester meiner Gastmutter gefahren, wo auch ihre Kinder waren und ihre zwei Enkelkinder (die mega süß sind) und dort gab es dann auch das richtig traditionelle thanksgiving essen mit Truthahn und wieder Kürbis. Vor dem essen hatte dann noch jeder gesagt wofür er dieses Jahr dankbar ist und es war wirklich eine sehr schöne, aber im vergleich zum Tag davor auch mehr „festliche“ Stimmung. Auf der Rückfahrt, die etwas länger war, weil die Schwester am Ende der Stadt wohnt, habe ich mit meinen Gastschwestern eine kleine Carpool karaoke gemacht und wir haben einfach unfassbar laut zu throwback songs gesungen, mein Gastvater, der gefahren ist, hat mir ein bisschen leid getan haha. Am Montag an dem der eigentliche Feiertag, an dem wir auch Schulfrei hatten, haben wir nichtsmehr gemacht und uns vom vielen Essen erholt.
Thanksgiving war wirklich super schön und vor allem sehr lecker, aber eigentlich sehr ähnlich zu Weihnachten, nur ohne Geschenke und ohne Baum. Und was auch ganz lustig ist, wenn man mal Deutschland mit Kanada vergleicht ist, dass meine beiden Gastschwestern eine Leggings getragen haben, was die meisten deutschen an so einem „besonderen“ Fest glaube ich eher nicht machen würden.

Diesen Monat hatte ich auch den ersten richtigen Trip mit der Schule. Mit dem Fach Outdoor education (in dem hauptsächlich internationale Schüler sind) sind wir letzte Woche zu commando bay gewandert und haben dort eine Nacht am Strand gecampt. Es war mega schön und lustig, aber auch recht anstrengend. Wir mussten von der Schule aus erstmal 30 Minuten zum Startpunkt der Wanderung fahren und wir alle haben uns zwar auf die Wanderung gefreut aber waren auch traurig, als der Bus dann angehalten hat und wir sofort los laufen mussten. Die Wanderung war super schön und mit 4 Stunden auch gut zu gehen, nur leider hatte ich die komplett falschen Schuhe an und habe mir super viele Blasen gelaufen (geht wirklich immer mit Wanderschuhen wandern haha). Als wir am Nachmittag endlich am Strand angekommen sind waren wir mega erleichtert und haben einfach nur mit ein bisschen Musik entspannt. Abends haben wir dann noch ein Lagerfeuer gemacht und S’Mores gegessen, was gegrillte Marshmallows mit Schokokeksen sind und sehr typisch kanadisch ist, das müsst ihr probieren!!
Bevor wir schlafen gegangen sind mussten wir alle unser ganzes Essen und unsere Zahnpasta in eine große Box legen, die Übernacht abgeschlossen wurde, damit keine Bären kommen. Unsere Lehrer hatten uns erklärt, dass es recht gefährlich ist Essen im Zelt liegen zu haben, denn Bären können das sogar durch die Verpackung riechen und würden dann versuchen ins Zelt zu kommen. Ich glaube die meisten haben in der Nacht so gut wie garnicht geschlafen (mich einbezogen), denn es war super kalt und wir haben alle ein bisschen übertrieben und uns Horrorszenarien ausgemacht, wie ein Bär unser Zelt aufreißt.
Am nächsten Morgen war es so kalt, weil es die ganze Nacht geregnet hat und auch noch morgens weiter geschüttet hatte, so dass wir alle schon ein bisschen Panik hatten im Regen zurückgehen zu müssen. Sobald wir dann aber losgegangen sind hat es angehört zu Regnen. Am Ende der Wanderung sind meine Füße abgefallen und wir alle waren so erleichtert als wir von oben den Bus auf der Straße sahen und haben alle super laut gejubelt. Aber abgesehen von dem Schmerz in den Füßen war es wirklich richtig cool und wenn ihr die Chance haben solltet outdoor education zu wählen solltet ihr das auf jeden Fall machen!

In dieser Woche war auch noch der Terry Fox run in der Schule. Kurzer Fakt über Terry Fox: Terry Fox hatte Krebs und hat versuch mit nur einem Bein entlang ganz Kanada gelaufen. Diesen Lauf konnte er aber nie beenden, deshalb machen es mehrere Schulen so, dass sie ums Schulgelände laufen, Geld sammeln (jeder musste mindestens 2 Dollar zahlen) und damit den lauf „beenden“. Das Geld wird gegen Krebs gespendet und alleine unsere Schule hat über vier Tausend Dollar eingenommen.
Der lauf an sich war nicht besonders und um ehrlich zu sein sind wir auch gegangen, aber die Leute von Leadership standen an schildern die rund um die Schule aufgestellt wurden mit den Provinzen drauf und haben mit Musik dort gewartet und versucht einen zu motivieren. Außerdem kamen zwei food trucks zur Schule bei denen man sich in der lunch Pause essen holen konnte was ich aber nicht gemacht habe, denn die Schlange war einfach zu lang, aber an sich die Idee ist so cool ich meine stellt euch mal vor, dass in eurer Schule in Deutschland zwei food trucks stehen haha.

Es ist so schön hier, mittlerweile sind so gut wie alle Bäume orange/rot und der Kanadische Herbst ist wirklich genau so schön (wenn nicht sogar noch schöner) wie alle sagen.
Gerade das Fach Fotografie mach dann noch hundert mal mehr Spaß weil man richtig cool mit den Farben spielen kann. Also noch eine Empfehlung, wenn ihr die Möglichkeit habt Fotografie zu wählen, solltet ihr das auch unbedingt machen!

Crazy, dass jetzt einfach schon fast zwei Monate vergangen sind und mein Auslandsjahr jetzt so richtig los geht. Ich kann es kauf erwarten und freu mich auf alles was kommt!

See you, 
Mara

Hello Canada!

Allgemein
Kelowna bei einem Abendspaziergang

Hi, ich bin Mara!

Ich bin 16 Jahre alt und nun seit fast einem Monat in Kanada (um genau zu sein in Kelowna, BC, oben im Foto bei einem Abendspaziergang). Ich habe mich schon vor zwei Jahren dazu entschieden hierhin zu gehen und es ist immer noch sehr surreal, dass ich jetzt hier bin und meinen großen Traum leben darf. Um ehrlich zu sein hatte ich kurz vor und auch noch am Tag meiner Abreise Zweifel und dachte mir „warum mache ich das hier eigentlich?“, aber sobald ich am Flughafen angekommen war wusste ich dass das keine Zweifel sondern die Aufregung war. Ich konnte an nichts anderes mehr denken, als daran dass ich bald in dem Flugzeug nach Kanada sitze und meine Gastfamilie zum ersten mal sehe. Nebenbei bemerkt ist meine Gastfamilie die beste Familie überhaupt! Ich fühle mich total wohl und nun nach einem Monat schon richtig zu Hause.

Dadurch, dass die Schule erst eine Woche nach meiner Ankunft angefangen hat, hatte ich viel Zeit mich einzuleben, mich auszuschlafen und meine Familie kennenzulernen. Ich habe alleine schon in dieser einen Woche so viel von Kelowna gesehen, dass ich mich auch hier in der Stadt angekommen fühle.

Mein persönliches Highlight der ersten Woche war stand-up paddeln auf dem Okanagan Lake und danach Burger essen, die wir am Strand gegrillt haben. Eine sehr gut befreundete Familie (von meiner Gastfamilie) hat mit uns das BBQ gemacht und es war super lustig und cool. Erst war ich zusammen mit meiner Gastschwester auf einem Board und wir sind so langsam gefahren, weil wir beide so Angst hatten ins Wasser zu fallen, denn an dem Tag war es echt kalt. Kurzer Spoiler: wir sind nicht reingefallen. Das Essen war auch mega gut und alles in allem hatte echt einen richtigen Camping vibe.

Am Samstag vor zwei Wochen haben meine Gastschwester und ich Abends noch eine Serie geguckt. Dann kam meine ältere Gastschwester auch noch dazu und hat um 23 Uhr noch angefangen peanut butter chocolate chip cookies zu backen (der Konsum von peanut butter ist übrigens nicht nur ein Gerücht bzw ein Klischee sondern wirklich extrem). Dann haben wir noch den Film von One direction geguckt und dabei die Cookies gegessen, was nicht die beste Idee war denn die waren noch super heiß und sind dadurch auch komplett auseinander gefallen, also hatten wir mehr ein crumble haha, und haben laut mitgesungen. Diese „kleinen“ Moment sind wirklich ganz besonders und lassen mich wirklich geborgen fühlen.

Übrigens war mein erstes Frühstück Pancakes mit Ahornsirup. Meine Gastschwester meinte dann auch zu mir „oh man jetzt sind ausgerechnet Pancakes dein erstes Frühstück in Canada).

So jetzt ein kurzer Themenwechsel zur Schule. Es ist wirklich komisch hier in die Schule zu gehen. Es fühlt sich wirklich so an, als würde man in so einem kitschigen Highschool film leben. Ich fahre tatsächlich auch jeden Tag mit dem Schulbus (diesen typischen gelben Bussen, die ich vorher eigentlich auch nur aus Filmen kannte), was diese Highschool Erfahrung nochmal unterstreicht.

Auch alleine in den ersten Wochen habe ich schon so viele neue und nette Leute kennengelernt und habe hier sogar schon wie zwei beste Freundinnen gefunden mit denen ich die meiste Zeit etwas mache. Eine ist aus Spanien und die andere ist auch deutsch, aber wir reden die ganze Zeit englisch miteinander. Wir waren schon zusammen in der Mail (auch sehr typisch für Kanada) und in downtown und haben schon viel Geld für essen ausgegeben.

Ich habe auch schon ein Mal bei den beiden übernachtet (sie wohnen in der selben Familie). Wir hatten erst Bananenbrot gebacken und dann einen Film geguckt. Nachdem wir nach dem Film noch sehr lange geredet haben meinte eine, dass sie lust hat in den Whirlpool zu gehen und dann sind wir tatsächlich noch mitten in der Nacht in den Whirlpool gegangen (das war natürlich am Wochenende). Was auch sehr lustig war, war als wir am nächsten morgen in die Küche zum frühstücken gegangen sind und uns ihr Gastvater „deutsche Pfannkuchen“ gemacht hat, was wirklich alles war aber kein deutscher Pfannkuchen haha, aber er war trotzdem sehr lecker. Aber auch hier gibt es Klischees über andere Länder.

Seid einer Woche gehe ich jetzt auch ins Gym, in dem man eigentlich immer irgendwen aus der Schule sieht, weil es verhältnismäßig günstig ist und für internationale nochmal etwas günstiger. Daher ist das H2O (Gym) ein indirekter Treffpunkt.

Diese Woche ist in der Schule die „every Child matters“ week denn am 30. September ist ein nationaler Feiertag auf Grund der in der Vergangenheit gewesenen schlimmen Behandlung gegenüber Kindern in der Schule. Deshalb werden alle auch gebeten orange zu tragen.

Letzte Woche waren in der Schule die „hunger games“ (aus dem Film) bei denen es darum ging mehr und neue Leute zu Beginn des neuen Schuljahres kennenzulernen, in dem man einen Namen auf einer Wäscheklammer bekommen hat und versuchen musste diese Person zu finden und dann zu „töten“. Eine Lehrerin hatte einfach 8 kills. Also der school Spirit von dem alle immer reden ist wirklich extrem, aber auch mega cool. Es ist immer noch so surreal hier zu sein und in die Schule zu gehen, die wirklich sehr anders ist. Es ist so komisch nur 4 Fächer in einem Halbjahr zu haben und dann jeden zweiten Tag die selben Fächer zu haben, also immer nur zwei Fächer an einem Tag zu haben. Das alles ist schon sehr anders zum deutschen Schulsystem aber irgendwie auch cool.

Am letzten Wochenende habe ich mit meinem Gastvater eine kleine Wanderung gemacht auf dem … Trail. Es war so unglaublich schön dort oben. Die Bäume fangen sich schon langsam an zu verfärben und es ist einfach wunderschön!

Ich könnte noch ewig weiterschreiben und das war erst der erste Monat.

 

See you soon,
Mara!